Wie aus einzelnen Blumen eine duftige florale Komposition für eine Hochzeit in der Toskana entsteht

(Kommentare: 0)

Wie aus einzelnen Blumen eine duftige florale Komposition für eine Traumhochzeit in der Toskana entsteht

Fiori SanRemo

Das Blumengeschäft Fiori SanRemo befindet sich in der Stadt Poggibonsi, in der Via Redipuglia 42, bestens erreichbar mit dem Auto.
Umgeben von Orten wie San Gimignano, Casole d’Elsa, Monteriggioni und eingebettet in den sanften Hügeln des Chianti, gibt es viele traumhafte Hochzeitslocations direkt vor der Tür.

Diese Gegend bietet zu allen Jahreszeiten die perfekte Kulisse für Traumhochzeiten in der Toskana. Die leuchtenden Sonnenblumen, der duftende Lavendel, die goldenen Mais- und Weizenfelder, sowie die sanften Weinberge bieten eine einmalige Naturkulisse für Brautpaare aus der ganzen Welt.


photocredit: pixabay

In den letzten Jahren erfreut sich diese Gegend verstärkter Nachfrage bei Brautpaaren aus Deutschland, Österreich, Holland und den USA.
Manche Brautpaare zieht es unter dem Motto „back to the roots“ in das Herz der Toskana. Andere Heiratswillige wählen die Toskana als Hochzeitsdestination wegen der Schönheit des Landes und des vielfältigen kulinarischen Reichtums.

Weizen, Lavendel und Sonnenblumen sind Symbole von Fruchtbarkeit und Reichtum. Gemäß einer Legende bringen sie Glück, Wohlstand und schützen vor dem Bösen. Angelehnt an diese Legende ist es in einigen Dörfern dieser Gegend noch heute Brauch, dass die Braut einen Lavendelzweig oder ein kleines Lavendelsträußchen bei sich trägt. Das soll der Braut Fruchtbarkeit und Glück bescheren.

Manuela und Luca

Das Floristen Ehepaar Manuela und Luca führen erfolgreich seit vielen Jahren das Traditionsblumengeschäft in Poggibonsi.
Gemeinsam mit einem Architekten wurde das Geschäftkonzept mit viel Kreativität geplant und umgesetzt.

Was die Beiden auszeichnet ist unter anderem auch ihre große Kenntnis über Hochzeitslocations.
So kommt es vor, dass viele Brautpaare zu allererst den Blumenladen aufsuchen, wenn die Entscheidung zu heiraten gefallen ist.

Den Blumenschmuck für die Traumhochzeit in der Toskana wählen

Haben sich die Brautpaare für die Location entschieden, hat das Brautkleid die Braut gefunden, geht’s zur Blumendekoration.
Manuela und Luca beraten in Sachen Brautstrauß, Tafeldekoration, Kirchendekoration und den vielen kleinen und wichtigen Details wie Anstecker, Brautjungfernsträußchen und natürlich der allgemeinen Dekoration bei der Location.
Natürlich alles entsprechend dem zur Verfügung stehenden Hochzeitsbudget.

Dabei werden Fragen über Fragen geklärt:

gibt es eine Lieblingsfarbe, gibt es eine Lieblingsblume, gibt es ein Motto oder Thema?
Hat die Hochzeitslocation ein vorherrschendes Farbthema, an das man sich halten möchte oder das mit neutralen und zeitlosen Cremetönen besonders in Erscheinung treten soll.

  • Welcher Brautstrauß soll es sein?
  • Wie soll der Anstecker aussehen?
  • Was sollen die Brautjungfern bekommen: einen kleinen Strauß oder
    ein florales Armband, einen floralen Haarreifen, einen Mini-Haarkranz
    oder eine Blume ins Haar gesteckt, …
  • Welche Tafeldekoration ist gewünscht, was ist überhaupt erlaubt?
  • Oft sind echte Kerzen nicht erlaubt und man muss auf LED ausweichen.
  • Wie soll die Kirche dekoriert sein, was darf überhaupt dekoriert werden?
  • Soll das Brautauto dekoriert werden?

photocredit: Manuela & Luca Cervelli

Der Blumengroßmarkt in Pescia


photocredit: google maps

1928 ging der Blumengroßmarkt in Pescia erstmalig in Betrieb.
Ich habe in den Archiven sogar ein Foto von damals gefunden:

photocredit: pesciantica,altervist.org

1950 übersiedelte der Blumengroßmarkt in ein größeres Gebäude.
In den Jahren 1975 – 1988 wurde am heutigen Blumengroßmarkt gearbeitet, um den zeitgemäßen Bedürfnissen seitens Lieferanten und Käufern gerecht zu werden.

Regionale Blumen, aber auch Blumen aus aller Welt werden am Blumengroßmarkt in Pescia angeboten.
Hier ein kurzer Überblick über den Blumenmark in Pescia:
 https://www.youtube.com/watch?v=8JCCXgfurHg

Der Schaffensprozess:
Wie aus einzelnen Blumen ein einzigartiger Hochzeitsblumenschmuck wird

Die Blumen werden vom Fahrer am Blumengroßmarkt in Pescia persönlich abgeholt und geliefert.
Treffen die Blumen im Geschäft ein, werden diese gleich verarbeitet.

Mit viel Liebe werden Brautsträuße, Brautjungfernsträuße, Anstecker, Tischgestecke, sowie Arrangements für die Kirche- und die Kirchenbänke vorbereitet.

Sogar kleine Last-Minute-Hochzeit können ausgestattet werden:

Eva und Gabriel waren kurzentschlossene Heiratswillige, die eine Symbolische Trauung auf einem Weingut im kleinsten Kreis feiern wollte.

Die Beiden stammten aus Prag, lebten und arbeiteten in Mailand. Beide waren in einer der erfolgreichsten Marketingagenturen Mailands beschäftigt. Sie wollten ihre Hochzeit um jeden Preis selbst organisieren und hatten auch zeitgerecht das Hotel für ihre Gäste und sich gebucht.

Eva und Gabriel kannten die Betreiber des Weinguts  persönlich und hatten mit einer knappen Email auch den gewünschten Platz und das anschließende Essen samt Weinverkostung fix gebucht.
Alle anderen Planungsaufgaben waren noch auf der langen TO DO Liste vermerkt.

Gabriel, der auch viel international unterwegs war, verlor keinen Gedanken an die Hochzeit. Er war davon überzeugt, dass sein Organisationstalent Evi alles im Griff hatte und wie immer alles organisierte. Seine Frau war einfach spitze!

Eva hatte vor kurzem eine Beförderung erhalten. Der neue Posten war mit noch mehr Arbeit und Verantwortung verbunden. So kam es, dass die Zeit verging und Beide zwar im Hinterkopf ihre Hochzeit hatten, aber nicht dazukamen noch wichtige Dinge, wie Trauungsrednerin in englischer Sprache, Hochzeitskleid sowie Hochzeitsanzug und Gastgeschenke zu organisieren, bzw. jemanden mit diesen Aufgaben zu betrauen.

Evas Assistentin Eleonora bat sich mehrmals an, ihr zu helfen.
Aber Eva winkte stets mit einem großen Danke ab, sie schaffe das schon …

Es war mittlerweile Mittwoch geworden.
Am Freitag sollten Eva und Gabriel abreisen.

Gabriel war geschäftlich in den USA und würde am Abend nach Hause kommen. Eva überlegte in der Mittagspause ausnahmsweise das Büro zu verlassen und schnell ein Hochzeitskleid zu kaufen. Sie fragte Eleonora, ob diese mitkommen würde. Sie würden maximal eine Stunde benötigen.

Eleonora, die vor zwei Jahren geheiratet und ihre Hochzeit auch selbst organisiert hatte war einfach nur sprachlos.
Sie nickte und wollte Eva helfen. Die beiden Frauen verstanden sich prächtig und standen sich auch sehr nahe. Eleonora war Evas Trauzeugin, Eleonoras Mann war Gabriels Trauzeuge.

So kam es, dass die beiden Frauen die Mittagspause im nahe gelegenen Brautmodengeschäft verbrachten. Eleonora, die Eva sehr gut kannte und wusste wie pingelig sie sein konnte, wenn sie sich etwas in den Kopf setzte, war nicht besonders glücklich über die Wahl des Geschäfts.

Es war nahe gelegen, auf zwei Stockwerken, und hatte eine Riesenauswahl an internationalen Brautkleidermarken. Sie zweifelte, ob Eva ein Kleid finden würde.
Eleonora fürchtete Evas Ungeduld.

Eva war es gewohnt, die Zügel in der Hand zu haben und damit die Kontrolle.
Verlief etwas nicht nach Plan, war das für sie meist ein Problem.
Eleonora sah große Problem auf ihre Freundin zukommen.

Als die beiden Frauen das Brautmodengeschäft betraten war Eva zunächst erschlagen von der Fülle an Brautkleidern. 
Die Verkäuferin überhäufte Eva mit Fragen, welches Modell sie denn wolle: A-Linie, Princess …

Eva, die alles andere als eine romantische Braut war, wollte NUR ein Brautkleid. Mit ihrer  Größe von 1,90 m, schlank und langen roten Haaren wirkte sie wie ein Laufsteg Model.

Die Verkäuferin war sehr überrascht und war offensichtlich auf diese Art von Braut nicht vorbereitet.
Sie stotterte und wusste überhaupt nicht, was sie machen sollte.
Eleonora bat die Verkäuferin sich ein wenig umschauen zu dürfen und bei Bedarf Hilfe zu holen.
Die junge Verkäuferin war erleichtert über den guten Vorschlag und zog sich sofort zurück.

Eva ging von Stange zu Stange und sah sich ein Kleid nach dem anderen an …
Es war keines dabei, dass ihr gefiel: zu aufgerüscht, zu viel Spitze, zu schwer, zu altmodisch, zu viele Perlen, zu viel Glitzer.
Eva sah sich in keinem der Brautkleider. Eleonora hatte diese Situation kommen sehen. Also ging sie in den zweiten Stock und suchte dort ein fließendes luftiges Brautkleid in gebrochenem Weiß ohne Spitze, ohne Perlen und ohne Glitzer zu finden.

Sie fand ein Modell eines italienischen Designers.
Die Verkäuferin erklärte ihr mit großen Augen, dass es sich um das Vorjahresmodell handelte.
Eleonora schüttelte lächelnd den Kopf und sagte, dass dies kein Problem sei.

Eva völlig genervt und frustriert, saß mittlerweile auf der großen und gemütlichen Velour Couch  und nippte an ihrem Prosecco.
Als die Verkäuferin mit dem Kleid in der Hand Eva bat in die Umkleidekabine mitzukommen, war Eva sichtlich erleichtert.

Der Farbton gefiel Eva sehr gut und es schien ein luftiges Modell zu sein, genau das was sie wollte.
Eva zwinkerte Eleonora zu und bat sie mitzukommen. Eleonora blickte die Verkäuferin bittend an, die sich wieder zurückzog.

Als Eleonora den letzten kleinen Kopf geschlossen hatte, huschte Eva sofort aus der Kabine, um sich in den Spiegeln von allen Seiten zu bewundern.
Der Umkleidebereich war in Form eines Achtecks mit großen Spiegeln neben den Kabinentüren entworfen.
Die Braut konnte sich von allen Seiten betrachten.

Eva war mehr als zufrieden, sie war glücklich und strahlte.
Sie wusste ja, was sie an ihrer Eleonora hatte!
Eleonora ihrerseits hakte gedanklich einen Punkt auf der noch langen To Do Liste ab.

Eva kaufte das Kleid und nach 45 Minuten waren die beiden Frauen mit Snacks in der Hand wieder im Büro.
Eleonora wies Eva darauf hin, dass sie noch die Trauungsrednerin und den Blumenschmuck organisieren musste.
Eva winkte ab und antwortete, es blieb noch genug Zeit, immerhin war noch der Donnerstag.
Gabriel und sie würden erst am Freitag fahren.

Eleonora nickte und verließ den Raum. Sie hatte gehofft, Eva würde sie jetzt um Hilfe bitten.
Der Donnerstag war gefüllt mit Überraschungen und es blieb kein einziger Moment, um an die bevorstehende Hochzeit zu denken.
Der Chef überraschte Eva mit dem neuen Geschäftsteilhaber Kevin Thompson aus London. Kevin traf um 10.00 Uhr ein und verließ das Büro um 19.00 Uhr. Eva war in diesem Zeitraum unabkömmlich.

Als Gabriel um 21.00 Uhr anrief und besorgt erinnerte, dass sie am nächsten Morgen nach Casole fahren würden, beendete sie ihre Tätigkeiten und eilte nach Hause.
Dort wurde schnell gepackt und weniger Stunden später, genau um 09.00 morgens wurde losgefahren.

Gabriel lenkte das Auto und fragte auf der Autostrada Richtung Bologna  nach den noch offenen Punkten.
Eva zückte ihr Mobiltelefon.
Sie rief Eleonora an und bat ihre Freundin endlich um Hilfe.

Eleonora gab ihr die Nummer eines Floristen Ehepaars aus Poggibonsi. Die Beiden hatten ihre Hochzeit vor zwei Jahren ausgestattet. Sie erinnerte sich an die große Hilfsbereitschaft und Unterstützung. Eleonora hatte die Beiden bereits am Vortag kontaktiert und sie auf Eva vorbereitet.

Sie wollte nicht, dass Manuela und Luca einen falschen Eindruck ihrer lieben aber etwas komplizierten Freundin bekamen. Manuela und Luca freuten sich von Eleonora zu hören und versprachen, soweit möglich ihrer Freundin gerne zu helfen.

Eva rief Manuela und Luca sofort an.
Luca war am Telefon. Er hatte Eleonora versprochen, dass er nichts sagen würde.

Eva kam gleich zur Sache.
Sie sagte,  sie würde morgen Samstag heiraten und brauchte noch einen Brautstrauß.
Außerdem fehlte noch eine Trauungsrednerin, die ihre Trauungszeremonie in englischer Sprache halten konnte, weil Freunde und Familie aus Prag, London und Mailand kommen würden.

Luca fragte, wo sie derzeit fuhren. Sie antwortete, sie waren bereits kurz nach Bologna.
Lucca fragte weiter wo sie übernachten würden und hörte „in Casole“.
Also schlug Luca vor, zu ihnen ins Geschäft nach Poggibonsi zu kommen und alles persönlich zu besprechen.

Eva wollte keinen Umweg machen. Sie wollte direkt nach Casole und ihre Eltern, die sie über ein Jahr nicht mehr gesehen hatte, begrüßen.
Aber Gabriel antworte kurzentschlossen mit einem "Danke". 
Er bestätige Luca, dass sie in etwa zwei Stunden, je nach Verkehrslage, in Poggibonsi sein würden.
Zuletzt fragte  Gabriel nach der genauen Adresse.
Eva notierte die Adresse und das Gespräch war beendet.

Luca rief das Weingut an und fragte nach dem Kontakt der Traurednerin, die vor zwei Wochen eine symbolische Trauung in englischer Sprache gehalten hatte. Zwei Minuten später rief Luca die Traurednerin an und fragte, ob sie am nächsten Tag bereits eine Trauung hatte.

Die Traurednerin lachte und sagte lachend:" Nein, ausnahmsweise mal ein freies Wochenende ..." .
Luca erzählte von Eva und Gabriel. Die Traurednerin, eine tüchtige Geschäftsfrau,  sagte zu in einer Stunde bei ihm im Geschäft zu sein.

So kam es, dass 60 Minuten später Eva und Gabriel das Geschäft Fiori Sanremo betraten. Manuela und Luca, sowie die Traurednerin begrüßten das Brautpaar.
Eva freute sich sehr über die große Hilfe von Manuela und Luca, als ihr die Traurednerin vorgestellt wurde. Diese unterhielt sich kurz mit den beiden Brautleuten, dann einzeln mit Eva und Gabriel und machte sich dabei Notizen.

Die Traurednerin sagte zu, am Abend vorbeizukommen und den Ablauf der Trauung mit ihnen gemeinsam kurz zu besprechen.

In der Zwischenzeit hatte Manuela ein Foto von Eva im Brautkleid am Smartphone gesehen und zeigte ihr Fotos von passenden Brautsträußen. Eva war begeistert. Die Bestellung wurde schriftlich festgehalten und das Brautpaar bezahlte. Dann fuhren Gabriel und Eva nach Casole um ihre Familie und Freunde zu begrüßen.

Der Tag der Hochzeit

Am Tag der Hochzeit waren Luca und Manuela zeitig am Weingut um bei der Hochzeitslocation in Ruhe die Blumendekoration anzubringen und sicherzustellen, dass alles bis ins kleinste Detail perfekt ist:

photocredit: Manuela & Luca Cervelli



photocredit: Manuela & Luca Cervelli

Ende gut – alles gut!

Zurück

Einen Kommentar schreiben