Hochzeitsfotografie im Stil Caravaggio

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Ihre Hochzeit in einer historischen Villa in der Toskana: wie finden Sie den passenden Fotografen für Ihren individuellen Stil – Hochzeitsfotos im Stil Caravaggio?

Eine Last-Minute Hochzeit in einer historischen Villa in der Toskana

photocredit: Angela Lindner

 

Ich erinnere mich an ein Email, dass eines Tages ungeduldig in der Postbox darauf wartete von mir gelesen zu werden. Die Verfasserin, eine Last-Minute-Braut namens Marina, war gebürtige Schweizerin mit italienischen Wurzeln. Ihr Papa war gebürtiger Mailänder und ihre Mutter, gebürtige Schweizerin aus Bern.

Die Braut mit italienischen Wurzeln

Marina lebte mit ihrem langjährigen Lebensgefährten Dario, ebenfalls gebürtiger Schweizer mit italienischen Wurzeln, in Zürich.


Der Bräutigam mit italienischen Wurzeln

Darios Familie kam ursprünglich aus Kalabrien und war vor über 30 Jahren nach Zürich gekommen, wo sie im Familienverband ein bekanntes und erfolgreiches Hauben Lokal führten. Das ist auch der Grund warum Dario sehr wenig Freizeit hat. Er verbringt viel Zeit mit Aus- und Weiterbildungen, meist im Ausland.

Nonna Mariangela

Die Familie des Bräutigams ist sehr traditionell und sehr stolz auf ihre Herkunft. Die Nonna (ital. Großmutter) Mariangela, Darios Großmutter väterlicherseits, ist eine ziemlich betagte aber noch sehr energische Dame und hat es sich in den Kopf gesetzt, vor ihrem Tod ihren einzigen Enkel vor dem Traualtar zu sehen.
Die Familie hatte sie vor fünf Jahren nach Zürich geholt, um sich um sie zu kümmern. Seitdem liegt die Nonna nun ihrem einzigen Sohn Pietro und dessen Frau Veronica, Darios Eltern in den Ohren, dafür zu sorgen, dass der Enkel endlich heiratet.

Die Nonna und ihre Meinung …

Schließlich gehört es sich nicht in wilder Ehe so dahin zu leben. Außerdem sollten die Beiden an Kinder denken, die Jüngsten seien sie ja auch nicht mehr und die Uhr ticke. Außerdem sie, die Nonna, fühle sie sich von Tag zu Tag schwächer …

So in etwa verliefen dann die alltäglichen Tischgespräche beim gemeinsamen Abendessen zu Hause …


Enorme Temperaturschwankungen führen zur einer Hochzeit in der Toskana

Da auch die Schweiz von den Klimaänderungen nicht verschont blieb, machten sich auch dort die plötzlichen Temperaturschwankungen bemerkbar und die Nonna erlitt vor guten 4 Wochen einen ernstzunehmenden Kreislaufkollaps und musste für einige Tage ins Krankenhaus zur Beobachtung.

Man muss sich vorstellen, die rüstige Dame war in ihren 78 Jahren insgesamt zweimal in einem Krankenhaus über Nacht geblieben: einmal zur Geburt ihres Sohnes und dann, als vor einigen Jahren ihr geliebter Mann starb, dem sie bis zum letzten Atemzug die Hand hielt.

Verständlich, dass die arme Nonna nicht ins Krankenhaus wollte und schon gar nicht über Nacht dortbleiben.

Das Versprechen: in vier Wochen Hochzeit feiern in der Toskana!

Als clevere Frau, die sich durch harte Zeiten schlagen musste, wusste sie jedoch aus jeder noch so wenig erfreulichen Situation das Beste zu machen. So kam es, dass sie ihren Enkel ins Krankhaus „bestellte“ und ihm ein Versprechen abverlangte. Dario musste ihr versprechen innerhalb eines Monats in Italien zu heiraten, denn sie, die geliebte Nonna würde bald sterben …

Selbstverständlich versprach Dario seiner geliebten Nonna in vier Wochen in Italien Hochzeit zu feiern. Er war davon überzeugt, dass mit dem Versprechen auf einem Schlag Nonnas Lebensgeister zurückgekehrt waren.

Marinas dringende Nachricht an den Hochzeitsplaner

Aus der Email ergingen nicht viele für mich nützliche Informationen wie Datum, Personenanzahl, Stil der Hochzeit oder maximal zur Verfügung stehendes Hochzeitsbudget.

Dafür war nach den 3 Sätzen über das Versprechen an die Nonna Mariangela die halbseitige Email mit genauen Angaben über den Stil der Hochzeitsfotos gefüllt.


Das Telefongespräch zur Abklärung und Konzeption der Hochzeit in der Toskana

Ich kontaktierte die Braut, um ein klareres Bild zu gewinnen und war positiv überrascht eine derart liebe und kooperative junge Frau am Ende der Telefonleitung vorzufinden.

Unser Gespräch begann mit einer Entschuldigung ihrerseits, so plump mit der Tür ins Haus gefallen zu sein, aber die ganze Familie stünde unter Stress.

Auch wenn die Nonna etwas schwierig war, hatte sie ein so liebes Wesen und ein wirklich gutes und großes Herz und es fiel wirklich schwer daran zu denken, dass sie eines Tages nicht mehr da sein würde.

Ich selbst hatte meine geliebte Großmutter vor wenigen Jahren verloren und konnte die Situation sehr gut nachfühlen.

Da Ich keine kostbare Zeit verlieren wollte ging ich direkt zum Geschäftlichen über.


Die Eckdaten zur kleinen und familiären Hochzeit in der Toskana

Ich notierte mir die für mich wichtigen Informationen, nachdem das maximal zur Verfügung stehende Hochzeitsbudget abgeklärt und realistisch war:

  • Gesamter Aufenthalt 3 Tage:
    Anreise Donnerstag gegen Abend: Barbecue
    Freitag: Tagesprogramm auf Kunst und Kulinarik ausgerichtet
    Trauung am Samstag im Garten – Schlechtwetterszenario zu planen
    Abreise am Sonntag nach dem Wedding Brunch

  • Standesamtliche Trauung in einer historischen Villa mit Garten
    Die Villa sollte einen schönen Festsaal haben
    Die Trauung soll auf Englisch übersetzt werden und im Garten stattfinden
    Als Hintergrundmusik eine Harfe

  • 30 Gäste aus der ganzen Welt: USA, Indien, Japan und Österreich,
    sowie die Familie aus der Schweiz und Italien

  • Übernachtung direkt vor Ort wäre wünschenswert, muss aber nicht sein

  • Shuttleservice – da alle Hochzeitsgäste mit dem Flugzeug anreisen

  • Aperò unter freiem Himmel zu Musikbegleitung, evtl. Saxophon

  • Hochzeitsdinner in einem schönen Festsaal mit Hintergrundmusik

  • Hochzeitsdinner serviert – kein Buffet, keine Unruhe

  • Hochzeitstorte um Mitternacht

  • Gastgeschenke: Ja unbedingt, da sollte ich Ideen liefern

  • Hochzeitspapeterie: sollte ich etwas überlegen – einfach und schlicht, dem Stil entsprechend

  • Lieblingsblumen: Rosen in Weiß mit Eukalyptusblättern
    Gedanken zur Deko bei der Hochzeit sollte ich mir machen

  • Rahmenprogramm unbedingt notwendig – Erlebnisfaktor ist wichtig!


Der noch wichtige Punkt, den es für mich zum Abklären gab, waren die Dokumente. Nachdem auch die diesbezüglichen Standardfragen positiv beantwortet waren, tauchten für mich schon mehrere mögliche Szenarien vor meinem geistigen Auge auf.

Aber es galt noch zwei wesentliche Fragen abzuklären:
Was war der Braut in der Zusammenarbeit mit mir wirklich wichtig?


Warum ein Hochzeitsplaner, warum ich?

Da sie für ein internationales Unternehmen in der Führungsebene tätig war, hatte sie keine Zeit für die Planung und Organisation ihrer Hochzeit. Eine Locationinspection vor dem Hochzeitstermin hatte sie ausgeschlossen. Sie war glücklich, dass sie die 3 Tage Hochzeitsfeier irgendwie einschoben konnte. Die Flitterwochen wurden aufs nächste Jahr verschoben.
Da ich rasch auf ihre Nachricht reagierte, sie genau nach ihren Wünschen und Vorstellungen befragte, aufmerksam zuhörte und realisierbare Ideen lieferte, hatte sie auf Anhieb ein sehr gutes Gefühl und war davon überzeugt, dass ich der passende Hochzeitsplaner für sie war.

Vertrauen und Sicherheit in der Zusammenarbeit mit einem Hochzeitsplaner

Vertrauen und Sicherheit waren an erster Stelle, sie wollte laufende Updates und eine laufende Kommunikation. Ziemlich direkt sagte sie, sie brauche jemand der auch mitdenken kann, der bis ins kleinste Detail vorausschauend plant und am Tag der Hochzeit vor Ort sei. Konkret, sie brauche eine rechte Hand, ohne Zeit zum großartigen Kennenlernen und ausprobieren.
Ich beruhigte sie und bestätigte ihr, ab Vertragsunterzeichnung fühlbar an ihrer Seite zu sein d.h. sie laufend und regelmäßig über den Fortschritt der Vorbereitungen zur ihrer Hochzeit in der Toskana zu informieren.

Finden wir den passenden Hochzeitsfotografen?
Welcher Stil ist gefragt?

Die erste Frage war beantwortet. 
Die zweite sehr wesentliche Frage behandelte das Thema Hochzeitsfotograf. Ihre Email strotzte ja vor Besorgnis, die üblichen „0815“ Hochzeitsfotos haben zu müssen…

Sie erzählte mir von den unzähligen Hochzeiten ihrer Freunde, wo sie schon überall eingeladen war. Sie hatte beinahe auf der ganzen Welt Hochzeiten erleben dürfen.

Ich ließ sie reden und versuchte zu begreifen, was sie mir sagen wollte. Ich verstand auf rationaler Ebene: wunderschöne Hochzeiten, großartige Locations, alles wunderbar.
Aber auf emotionaler Ebene spürte ich eine große Enttäuschung.

Also brach ich ihre ausführlichen Erläuterungen nach 10 Minuten ab und fragte sie, warum ICH das Gefühl hatte, wenn ich ihr so zuhörte, dass sie enttäuscht war.
Sie antwortete wie aus der Pistole geschossen, dass am Ende alle Bilder gleich aussahen. Es waren die gleichen Posen, die gleichen Situationen, immer das gleiche.

Aha! In Ordnung, alles klar! Ich verstand!
Vom Bauchgefühl her hätte ich auf einen künstlerischen Hochzeitsfotografen getippt, war mir aber noch nicht zu 100% sicher.
Also fragte ich sie, WAS den anders sein sollte.
Die Frage konnte sie mir leider nicht beantworten. Sie wusste es nicht.
Also fragte ich weiter was ihr denn gefallen würde. Aber auch diese Frage wusste sie nicht zu beantworten.
Hatte sie auf Pinterest oder Instagram oder in einem Hochzeitsmagazin etwas gesehen, dass ihr gefiel.
Nein!
Tja. So ist das, als Hochzeitsplaner!

Also mussten wir uns das Thema Fotograf erarbeiten.

Mittlerweile waren bereits 30 Minuten vergangen und wir waren auch schön vorangekommen. Aber Marina hatte nur noch 30 Minuten ehe sie vom Taxi abgeholt und zum Flughafen eilen musste, um für 4 Tage nach Atlanta, in die USA zu fliegen.
Ich griff tief in meine Trickkiste …

Der gewünschte Hochzeitsfotograf für die Traumhochzeit in der Toskana

Ich fragte sie nach drei Worten, die sie mit der Toskana verband.
„Nur 3 Worte? Schwierig…“ antwortete sie und stotterte nachdenklich ein wenig.
Ich unterbrach ihre Gedanken abrupt, beinahe unfreundlich und sagte:
„Rasch 3 Worte zur Toskana!
Dann machte ich eine kurze Pause und sagte plötzlich: “Jetzt!“

Und da kamen sie, wie aus der Pistole geschossen:

• Zypressen
• Natur, Grün, Farbspiel, Sonnenuntergang
• Gold, Stimmung, Florenz

Das sind mehr als 3 Worte, schon richtig, aber es sind genaue die RICHTIGEN!

photocredit: pixabay

 

photocredit: pixabay

 

photocredit: pixabay

Marina hat sich in das Gefühl hineinversetzt und das war mehr als gut.
Damit konnte ich schon sehr viel anfangen.
Ich ließ mir die Begriffe von Marina kurz erläutern, um das Bild nachzufühlen, das sie vor ihrem geistigen Auge sah. Und dabei fielen mir auch drei passende Hochzeitsfotografen vor Ort ein, die allerdings ständig gebucht waren …

Zwischenzeitlich hatte sie meinen Vertrag unterfertig und postwendend via Email an mich retourniert.

Sie verabschiedete sich und versprach mir stets rasch Rückmeldung auf meine Nachrichten zu geben.
So war es auch.

Zwei Tage später übermittelte ich ein Szenario, bis ins Detail ausformuliert und mit Bildmaterial bestückt. Marina sandte mir kurz darauf ihr Feedback, knapp und knackig, via Email.

Am dritten Tag erhielt ich spätabends einen Anruf. Ein Zufall, dass mein Mobiltelefon noch aufgedreht war.
Marina teilte mir mit, dass nun Boarding sei und sie ins Flugzeug steigen würde. Da der Termin äußerst positiv gelaufen sei und sie früher zurückfliegen konnte, hatte sie eine Flugverbindung über Wien gewählt und würde mit 6 Stunden Aufenthalt in Wien einen Sprung zu mir ins Büro machen und dann nach Zürich weiterfliegen.

Das waren großartige Neuigkeiten, ich freute mich!
Ich sagte ihr zu, meinen Fahrer zu schicken, der sie abholen und wieder zum Flughafen bringen würde.
Nachdem ich ihre Flug Daten notiert hatte, meinen Fahrer informiert und die To Do Liste für den nächsten Tag entsprechend angepasst hatte, ging ich „gut“-müde ins Bett.


Das persönliche Kennenlernen
Das Update zur Hochzeitsplanung in der Toskana

Ich muss ehrlich gestehen, ich war schon etwas aufgeregt und sehr neugierig Marina persönlich kennen zulernen.
Im Büro waren sämtliche Unterlagen vorbereitet und auch kleine Köstlichkeiten freuten sich schon darauf verspeist zu werden.
Das Flugzeug landete planmäßig um 8.30 Uhr am Flughafen Wien Schwechat und mein Fahrer informierte mich nach guter alter Tradition, dass sie losfahren würden und kein Stau zu erwarten sei.

Wie schön, alles lief nach Plan, ein gutes Zeichen!

Eine halbe Stunde später, hörte ich das bekannte Klopfzeichen meines Fahrers.
Ich öffnete die Tür und sah eine zwar müde, aber erfreute junge Braut. Sie ihrerseits umarmte mich und drückte mir eine Packung Schweizer Schokolade in die Hand, und plötzlich entfuhr ihr ein Schrei: Ja, genau das ist es! Das will ich!

Ich war kurz erschrocken und blickte in die Richtung die mir ihrer Hand zeigte, bzw. wohin sie mittlerweile geeilt war:

photocredit: Angela Lindner


direkt gegenüber vom Eingang links neben meinem Toskana Regal steht eine kleine Tischgruppe mit vier Sesseln. Auf dem Tisch thront ein Bild im Stil Caravaggio.
Dieses Bild hielt Marina strahlend in der Hand.

Grenzgenial, dachte ich mir – Fotograf gefunden!

In meinem Büro habe ich einige Fotos von Laura Caini, einer Fotografin aus der Toskana, die neben klassischer Fotografie in einem besonderen Stil fotografiert.
Ehrlich gesagt, hatte ich gar nicht an sie gedacht, weil ihr Stil besonders ist.

Ich verabschiedete meinen Fahrer und bereitete einen Café in meiner Mocca (traditionelle italienische Kaffeemaschine) zu, während Marina, das Bild noch immer mit beiden Händen fest umklammernd, Platz nahm.

Wir tranken beide einen Cafè und ich kam endlich dazu mich für die Schweizer Schokolade zu bedanken. Die hatte sie schon zu Hause eingepackt, weil sie hoffte, einen Abstecher nach Wien machen zu können, um sich persönlich für meine Leistungen zu bedanken und den richtigen Fotografen zu finden. Und den hatte sie tatsächlich gefunden, das Bild noch fester umklammernd.

Laura Caini – die perfekte Hochzeitsfotografin für Marina

 

photocredit: Laura Caini

Ich erzählte ihr kurz von Laura, die mit ihren 10 Jahren ihren ersten Fotoapparat geschenkt bekam und diesen nie wieder aus der Hand legte. Damals waren Begriffe wie Zeit, Blende, Tiefenschärfe völlig unbekannt für sie. Einzig den Momente festhalten, machte sie damals glücklich und das hat sich bis heute nicht geändert.
Für mich ist Laura eine sehr engagierte und ideenreiche Fotografin, stets gut gelaunt und bemüht das Beste herauszuholen.

Als sie ihren Ehemann Pier Luigi kennen lernte, der ihre Leidenschaft teilte, verbrachten sie jeden freien Moment in ihrer geliebten Toskana, um die Besonderheiten und Nuancen ihrer Heimat auf ihren Fotos festzuhalten.
Nach unzähligen Fortbildungskursen und Workshops haben die Beiden 1998 ihr Fotostudio eröffnet.

Lauras Portfolio erstreckt sich heute über

Hochzeiten

photocredit: Laura Caini


Babybauch Photo shooting

photocredit: Laura Caini


Kinder

photocredit: Laura Caini

 

photocredit: Laura Caini


Laura begleitet Menschen in den wichtigen Stationen ihres Lebens und darf diese ganz besonderen Momente mit ihrer Kamera festhalten.
Ein spezieller Stil in der Fotografie ist neben vielen anderen der Stil Caravaggio.

Caravaggio,
Hochzeitsfotografie von heute und eine Hochzeit in der Toskana

Namensvater ist der bedeutende italienische Maler Michelangelo Merisi, Caravaggio (der Herkunftsort der Eltern).
Caravaggio ist der bedeutende Maler des Frühbarocks, der in seinen Bildern christliche Themen behandelte. Er beschritt einen neuen Weg durch seine für die damalige Zeit untypische realistischen Bildgestaltung. Charakteristisch ist seine Hell-Dunkel-Malerei.


photocredit: pixabay

Das Bild „Die Bekehrung des Paulus“ war eine Auftragsarbeit Caravaggios von 1600. Das Auftragswerk war für die Familienkapelle des Schatzmeisters von Papst Clemens VII. Heute befindet sich das Bild in der römischen Privat Sammlung der Familie Odelscachi.

Eine Traumhochzeit in der Toskana festgehalten im Stil Caravaggio.
Wie kann man das verwirklichen?

Marina fragte wie man ihre Hochzeit in diesem Stil fotografieren könne.
Da Laura sich lange und intensiv mit den Werken Caravaggio beschäftigt hat,
weiß sie die drei wesentlichen Punkte in der Fotografie umzusetzen:

  • Raum
  • Intensität des Lichts
  • Richtung des Lichts


Die Nachbearbeitung mit Computerprogrammen ist nicht das Thema.
Die Kunst und das Könne des Fotografen liegen weit von der Nachbearbeitung entfernt.
Der Caravaggio-Fotograf weiß mit seinem geschulten Auge, dem Beherrschen seiner Kamera d.h. der Technik, um den perfekten Moment!

In den vielen Berufsjahren hat Laura an zahlreichen Fachworkshops in denen das "Caravaggio Licht" erklärt und angewendet wurde teilgenommen.
Dabei waren die Vortragenden wahre Meister in der Fotografie von internationalem Ruf.

Das Caravaggio Licht und die Herausforderungen an den Hochzeitsfotografen

Ganz einfach herunter gebrochen und erklärt versucht man eine Seite des Motivs im Schatten zu lassen während die andere Seite belichtet wird und den Schatten mit Licht überlappt.
Das ist die Art von Effekt, die neben einem Fenster mit dem natürlichen Lichteinfall erzielt werden kann. Sehr gut umsetzbar zur perfekten Zeit in Räumlichkeiten einer historischen Villa. Bei Portrait aufnahmen kann man mit dieser Technik wirklich ein faszinierendes Ergebnis erzielen.

Bei Hochzeiten können die natürliche Lichtsituationen sehr unterschiedlich sein. Daher ist es nicht möglich, diese Technik auf alle Aufnahmen anzuwenden. Die besten Momente, in denen man das Caravaggio-Licht realisiert werden kann, ist, wenn die Aufnahme tatsächlich direkt neben einem Fenster stattfindet.

Marina nickte verständnisvoll und bestätigte ihre Entscheidung schriftlich, Laura als IHRE Hochzeitsfotografin zu wählen.
Ich sagte ihr noch Rücksprache mit Laura halten zu wollen, um sicherzustellen, dass Laura einerseits verfügbar war, andererseits um über die notwendigen Details wie Location und Zeitplan zu sprechen.

Marina stimmte zu und plötzlich ertönte wieder das mir bekannte Klopfzeichen und mein Fahrer trat ein.
Die Zeit war so schnell vergangen und Marina saß schon wieder im Taxi um sicher zum Flughafen Schwechat gebracht zu werden und endlich ihre Heimreise nach Zürich anzutreten.
Dort wurde sie von ihrem Liebsten abgeholt, der selbst gerade wieder von einer Weiterbildung nach Hause gekommen war. Marina erzähltem ihrem Dario alles von den Hochzeitsvorbereitungen und die beiden freuten sich schon auf ihre Hochzeit in der Toskana.

Man kann sich gar nicht vorstellen, wie es der Nonna ging …
Wieder zu Hause, war sie mit einem Schlag das blühende Leben!

Der Countdown läuft! Der Hochzeitsplaner und sein Team:
die letzten wesentlichen Punkte zum gemeinsamen Abstimmen,
um eine perfekte Hochzeit in der Toskana zu feiern

Eine Locationinspection gemeinsam mit Marina und Laura war aufgrund der Zeitknappheit nicht möglich.
Also briefte ich Laura so gut es ging.

Da wir schon mehrmals miteinander gearbeitet hatten, wusste ich, dass ich mich auf Laura verlassen konnte.
Ich mailte Laura meine detaillierte Checkliste zu den großen drei Themenschwerpunkten:

  • Zeitablauf am Tag der Hochzeit
  • Räumlichkeiten: wo sich was abspielte
  • Zeitrahmen für die jeweiligen Shootings: Gruppen- und Paarshootings


Ich informierte Laura darüber, dass die Braut so viel Natur wie möglich einfangen möchte und bat sie mir Rückmeldung über das mögliche Szenario und den Zeitrahmen zu geben in Hinblick auf die gewünschten Caravaggio Fotoaufnahmen.

Am Ende hielt ich einen Zeitplan in der Hand, der von meinem ziemlich abwich.

Da ich die Standesamtliche Trauung nicht zeitlich vorverlegen konnte und Laura ernste Bedenken wegen des Lichts hatte, plante ich die Trauung in einen südlicher gelegenen ebenfalls mit original Fresken ausgestatteten Raum zu verlegen.

Marina war damit einverstanden und freute sich.
Zusatzkosten entstanden keine, da die Location in ihrer Gesamtheit gemietet wurde und damit sämtliche Räume genutzt werden konnte.

Und Laura war auch beruhigt!
Das letzte, das Laura noch Bedenken machte, war die Frage, ob sich Marina im Stil Caravaggio auch wirklich gefiel.
Ich muss ehrlich zugeben, auch ich hatte mir die Frage mehrmals gestellt!

Da Marina und ich ein offenes und ehrliches Gesprächsklima pflegten, dachte ich nicht lange nach.
Ich sprach Marina direkt darauf an und legte ihr Lauras Angebot, am Vortag ein Paarshooting im Studio zu machen, nahe.

Für Laura hatte das Paarshooting aber auch einen anderen Aspekt.
Sie wollte die Beiden Kennenlernen und ihnen auch die Möglichkeit geben mal den Stress abzuschütteln und Spaß zu haben, ehe sie sich das Ja-Wort geben würden.

Laura hatte auch für Kleidung bzw. Stoffe im Stil Caravaggio gesorgt und ein Makeup Artist war ohnedies zugegen.
Marina fand die Idee gut und sagte zu.


Der Tag vor der Hochzeit
Spiel, Spaß und Unbekümmertheit für das Brautpaar
Auszeit vom Alltag und Vorbereitung auf eine feine Hochzeit in der Toskana

So begrüßten wir einander in Lauras Fotostudio um 9.00 Uhr morgens.
Ich ließ Braut, Bräutigam und Makeup Artist machen, verabschiedete mich und kümmerte mich um die letzten Vorbereitungen.

Marina und Dario erzählten mir beim abschließenden Debriefing nach der Hochzeit, wie viel Spaß sie hatten und dass es ihnen wirklich geholfen hatte, innerhalb so kurzer Zeit vom Stress der letzten Wochen loszulassen.


Es ist so weit, es wird geheiratet:
die Standesamtliche Trauung in einer historischen Villa in der Toskana

… viel bleibt mir nicht zu sagen: Ende gut – alles gut!

photocredit: Laura Caini


Ach ja, die Nonna …
Nun, die Nonna erfreut sich bester Gesundheit.
Und die täglichen Gespräche beim Abendessen kreisen nun um ein neues Thema:
Es ist Zeit für ein Urenkerl, schließlich wird sie, die Nonna, nicht jünger…

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